loader

Theede wird Rantrums Matchwinner

Rantrum Der TSV Rantrum hat das Nordfriesland-Derby der Fußball-Verbandsliga gegen die SG Langenhorn/Enge-Sande verdient mit 3:2 (2:2) für sich entschieden und sich damit in der oberen Tabellenhälfte im Kampf um die Landesliga-Startplätze festgesetzt. Ausschlaggebend war eine überragende zweite Halbzeit, in der die Rantrumer den entscheidenden Treffer durch Marvin Theede setzen konnten.

„Wir wussten nach der dreimonatigen Pause noch nicht richtig, wo wir stehen. Zudem war es ein Derby. Dafür haben die Jungs es gut gemacht“, sagte Rantrums Co-Trainer Kay Steingrüber. Gäste-Trainer Karl Müller war nicht unzufrieden. „Wir haben gegen eine bärenstarke Rantrumer Truppe lange dagegen gehalten. Im Hinblick auf die verletzungsbedingten Ausfälle in der zweiten Halbzeit war das in Ordnung.“

Mit etwas Glück wäre für die SG sogar ein Punkt drin gewesen. Zwar ging Rantrum nach einer feinen Kombination über Ron Reichardt und Thomas Pahnke durch Thies Clausen (5.) früh in Führung. Diese war schnell egalisiert: Helge Flatterich traf bei einem missglückten Klärungsversuch (10.) ins eigene Tor. Es kam noch besser für die SG, als Steffen Petersen nach einer Ecke den Ball ans Lattenkreuz bugsierte und dieser über den Rücken von TSV-Akteur Patrick Schaller zum 1:2 (20.) ins Tor prallte.

In der Folge plätscherte das Spielgeschehen so dahin, bevor Patrick Schaller mit einer gut getimten Flanke Marvin Theede im Zentrum fand, so dass es dank seinem Treffer (42.) doch noch mit einem 2:2 in die Pause ging.

Karl Müller sah in dem Gegentreffer einen Knackpunkt: „Wenn wir das 2:1 bis zur Pause halten, können wir vielleicht etwas mitnehmen.“ In der zweiten Hälfte erarbeitete sich Rantrum sofort ein optisches Übergewicht, brauchte aber 20 Minuten, um Torgefahr zu erzeugen. Der Lattenkracher von Clausen (65.) nach Vorarbeit des eingewechselten Damian Krause war der Weckruf zur Schlussoffensive. Theede tauchte nach einer Kopfballverlängerung von Clausen frei vor SG-Schlussmann Frank Schaarschmidt auf, ließ diesen aussteigen und schob zum 3:2 (76.) ein. „Wir haben nicht mehr für Entlastung sorgen können, auch weil Rantrum offensiv sehr variabel agierte und von der Bank nochmal Qualität nachlegen konnte“, resümierte Karl Müller. Auch für Steingrüber war der große Kader ein Schlüssel zum Erfolg. „Wir können aus dem Vollen schöpfen. Das ist eine komfortable Situation.“ bjg

TSV Rantrum: Meesenburg – H. Flatterich, Grabowski, Harring, Pahnke – Schaller, Yassine (75. Alla) – Reichardt, Jessen (60. Krause), Theede (86. K. Drewing) - Clausen. SG Langenhorn/Enge-Sande: Schaarschmidt – Johannsen (58. M. Carstensen), Pokrat (62. J.-H. Jensen), L. Christiansen (46. Prahl), D. Petersen – S. Petersen, Untiet – Körting, J. Jensen, Konopka – K. Jensen. Tore: 1:0 Thies Clausen (5.), 1:1 Helge Flatterich (10., ET), 1:2 Steffen Petersen (20.), 2:2 Marvin Theede (42.), 3:2 Marvin Theede (75.).
SR: Marc Werner (DJK Flensburg). - Z.: 100. - Beste Spieler: Theede, Yassine, Clausen - Schaarschmidt

Langenhorn-Enge gegen Löwenstedt: Ein Derby der angenehmeren Sorte

Enge-Sande

Am vergangenen Wochenende musste die SG Langenhorn-Enge ihr Heimspiel gegen Stern Flensburg aufgrund der schlechten Platzverhältnisse absagen. Auch das Derby gegen Blau-Weiß Löwenstedt (So., 14 Uhr) steht auf der Kippe. Auch die Husumer SV war spielfrei. Die Begegnung beim TV Grundhof fiel ebenfalls den schlechten Verhältnissen zum Opfer. Nun erwartet das Team von Dennis Witt den Tabellenzwölften Stern Flensburg (Sbd., 14 Uhr). Die ebenfalls für Sonnabend angesetzte Auswärtspartie des TSV Rantrum beim Spitzenreiter TSV Friedrichsberg-Busdorf wurde bereits Anfang der Woche abgesagt.

Husumer SV – Stern Flensburg (Sbd., 14 Uhr) Für beide Teams ist es die erste Pflichtpartie nach der Winterpause. Dass das nun anstehende Spiel im Husumer Friesenstadion ausfällt, ist höchst unwahrscheinlich, laut Dieter Schleger, dem sportlichen Leiter der HSV: „Zu 90 Prozent wird gespielt. Ich freue mich drauf, denn die erste Begegnung nach der Pause spielt man immer gern zuhause“, sagt der Funktionär und lobt den Tabellenzwölften. „Stern ist eine spielerisch starke Mannschaft und hat mit Lars Meyer einen erfahrenen Trainer. Trotz der Konkurrenz der beiden Flensburger Mannschaften TSB und 08 machen sie sehr gute Arbeit.“ Die Fördestädter haben im Hinspiel gegen die Nordfriesen ihre Stärken unter Beweis gestellt. Dort gewannen die „Sterne“ durch einen Treffer von Finn Müller mit 1:0. Doch Schleger kündigt an: „Wir werden Vollgas geben.“ Dabei will das Team von Trainer Dennis Witt die Heimserie gegen die Gäste ausbauen. In allen vier Meisterschaftsduellen, die auf Husumer Rasen ausgetragen wurden, ging der Tabellenzweite als Sieger vom Platz, erzielte dabei 16 Tore und kassierte lediglich vier.

SG Langenhorn/Enge – Löwenstedt (So., 14 Uhr) Im Hinspiel führte Blau-Weiß Löwenstedt nach 18 Minuten bereits mit 3:0 und entschied das Nordfriesland-Derby am Ende mit 7:1 für sich. Nun soll es aus Sicht der Gastgeber anders laufen, doch ob die Partie überhaupt stattfindet, steht noch nicht fest. „Der Platz ist tief. Wenn es trocken bleibt, dann besteht die Chance, dass wir spielen“, sagte Langenhorns Trainer Karl Müller. Dennoch möchte er sein Team bestmöglich auf das bevorstehende Duell vorbereiten. „Zu Hause haben wir uns gegen Löwenstedt immer gut verkauft. Sie sind der Favorit. Es stellt sich aber die Frage, welches Team besser aus der Winterpause kommt“, so Müller. Sein Gegenüber Bernd Hansen betont den Stellenwert der Partie. „Man kennt sich. Es ist ein Derby der angenehmeren Sorte, aber für beide Mannschaften geht es um viel. Wir wollen gewinnen, damit wir weiterhin unser Minimalziel, die Qualifikation zur Landesliga, erreichen. Im Vergleich zu den letzten Spielen müssen wir aber eine Schippe drauflegen.“ Der Löwenstedter Coach sieht die mannschaftliche Geschlossenheit und den unbändigen Kampfgeist als Stärke bei Langenhorn, während SG-Trainer Müller von der Offensivabteilung der Blau-Weißen schwärmt. „Sie erspielen sich viele Torchancen. Im Angriff haben sie Akteure, die eine Liga höher spielen könnten“. Müller erwartet eine engagierte Leistung und eine hohe Laufbereitschaft. „Es wird ein Spiel, das über den Kampf entschieden wird.“ Während Bernd Hansen über den vollen Kader verfügt, ist der Einsatz von SG-Mittelfeldspieler Jakob Spreckelsen (Bänderverletzung) fraglich.

jrb

Karl Müller bleibt zwei weitere Jahre

Verbandsliga Nord-West: SG Langenhorn-Enge schon in der Vorbereitung / Am Wochenende geht es ins Trainingslager nach Lögumkloster

Langenhorn

Trainer Karl Müller (kleines Foto) hat mit der SG Langenhorn-Enge klare Ziele – ein kurzfristiges und ein mittelfristiges. Zunächst möchte er den Klassenerhalt in der Fußball-Verbandsliga Nord-West schaffen und dann im nächsten oder übernächsten Jahr in die neue Landesliga-Nord aufrücken. Das Potenzial ist laut Müller in seiner vor dieser Saison stark verjüngten Mannschaft vorhanden. Deshalb hat er in der Winterpause für zwei weitere Jahre als Coach verlängert. „Die Rahmenbedingungen hier sind sehr gut. Ich habe noch einiges vor mit der SG“ schaut Karl Müller optimistisch nach vorn.

Aus der Jugend rücken immer wieder Talente nach. „Man muss der Mannschaft noch zwei, drei Jahre Zeit geben, dann können wir wieder nach oben schauen“, ist sich Müller sicher. Für die nächste Saison hat sich die SG bereits verstärkt. Im Sommer kommt Volker Hansen von der FSG im Amt Schafflund. „Das ist eine Top-Verstärkung, Volker hat in der Kreisliga schon 21 Tore erzielt.“

Um Ziel Nummer eins (Klassenerhalt) zu erreichen, hat der Tabellenvierzehnte bereits mit der Vorbereitung begonnen. Sechs harte Wochen liegen vor den Jungs. „Wir brauchen diese intensive Vorbereitung, damit wir uns die konditionellen Grundlagen erarbeiten, um in den restlichen 15 Spielen die notwendigen Punkte zu holen“, sagt Müller. In der Hinrunde hat sich die SG gut geschlagen, mehr Punkte geholt, als der Coach erwartet hatte. Die Mannschaft hat sich nach den Abgang von fünf Leistungsträgern und der schlechten Sommervorbereitung stabilisiert. „Wir haben zuletzt immer auf einem Nichtabstiegsplatz gestanden und jetzt mit 20 Punkten vier Punkte Vorsprung vor dem Fünfzehnten. Insgesamt werden wir wohl 36 bis 40 Punkte brauchen“, rechnet der SG-Trainer vor.

Vom 27. – 29. Januar geht es wieder ins Trainingslager nach Lögumkloster kurz hinter der dänischen Grenze. Damit hat Müller schon in den Jahren beste Erfahrungen gemacht. Zudem hat die SG noch zwei vielversprechende Verstärkungen machen können. Der langjährige Kapitän und Abwehrchef Lutz Christiansen ist nach seinem berufsbedingten Rückzug wieder dabei, und mit dem Routinier Mohammed Hajji will Müller seine Offensive entscheidend verstärken. „Mohammed hat ein Jahr kein Fußball gespielt, der muss erst wieder seine Fitness erarbeiten. Ich kenne ihn gut, er wird unseren jungen Spielern Tipps geben können und auch selbst Tore schießen“, ist der SG-Trainer sicher.

Denn der Angriff ist das große Problem der SG. Die Abwehr hat trotz der 41 Gegentore effektiv gearbeitet. „Nur in den drei Spielen gegen Friedrichsberg und Brunsbüttel haben wir 19 Gegentore kassiert. Zieht man die ab, dann haben wir fast eine ausgeglichene Torbilanz.“ Lediglich 19 Tore im Angriff sind aber einfach zu wenig. „Da haben wir ja mehr Punkte. Wir erspielen uns viele gute Chancen, machen aber noch zu wenig daraus“, will Karl Müller die Effektivität unbedingt steigern.

Zu Hause war die SG eine Macht, holte 16 der 20 Punkte, blieb auswärts hingegen mit nur vier Zählern das schwächste Team. „Das lag auch daran, dass wir bei allen Teams von oben gespielt haben. Das wird sich in der Rückrunde drehen, zumal wir in diesem Jahr wieder in Enge spielen, da sind wir stärker. Wir haben gegen alle Mannschaften unter uns eine positive Bilanz, aber jetzt müssen wir auch gegen favorisierte Teams Punkte holen. Das wird ein Hauen und Stechen wegen der Qualifikation für die Landesliga und den Klassenerhalt geben“, erwartet der SG-Trainer einen spannende Rückrunde. „Ich möchte natürlich so früh wie möglich gesichert sein. Entspannte Spiele zum Saisonende wären schön, aber die kenne ich nicht, habe ich hier noch nie gehabt.“ Die Meisterschaft wird für ihn zwischen Friedrichsberg-Busdorf und Husum entschieden.

Zum Rückrundenstart am 26. Februar hat die SG mit Stern Flensburg einen direkten Konkurrenten zu Gast, kann diesen mit einem Heimsieg überholen. „Das wird ein ganz wichtiges Spiel, das wir unbedingt gewinnen müssen“, so Müller. Aber auch im folgenden Heimspiel gegen Löwenstedt (5. März) und im Derby in Rantrum (12. März) rechnet sich der SG-Trainer mit seiner dann fitten Truppe etwas aus.

pu

Vorbereitungsspiele: 28. Janur 17.30 Uhr in Lögumkloster: SG Langenhorn-Enge – TuS Collegia Jübek; 4. Februar 12 Uhr in Viöl: SG Langenhorn-Enge – TV Grundhof; 10 Februar 19 Uhr: Eidertal Molfsee – SG Langenhorn-Enge; 12. Februar 12 Uhr: RW Niebüll – SG Langenhorn-Enge; 19. Februar 14 Uhr: TSV Süderlügum – SG Langenhorn-Enge; 26. Februar 14 Uhr in Enge: Rückrundenstart gegen Stern Flensburg.